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Zofia Kulik & KwieKulik I Quotes from the Archive
Banana and Pome-grenade, 1986 © KwieKulik, courtesy of ZAK I BRANICKA
Veranstaltung - Samstag, 29. Juni 2019 (ganztägig) - Samstag, 31. August 2019 (ganztägig)

Zofia Kulik & KwieKulik I Quotes from the Archive

Wir freuen uns mitzuteilen, dass es der Galerie ZAK | BRANICKA gelang, die Zusammenarbeit mit der polnischen Künstlerin Zofia Kulik zu erweitern und gemeinsam die Stiftung Kulik-KwieKulik zu gründen. Stiftungsziel ist die Förderung des künstlerischen Werks von Zofia Kulik, sowohl aus der Zeit der Zusammenarbeit mit ihrem ehemaligen Partner Przemysław Kwiek als Künstlerduo KwieKulik, als auch aus der späteren Schaffensperiode ihrer selbständigen Tätigkeit.

Im Mittelpunkt der ersten gemeinsamen Ausstellung unter dem Titel Cytaty z archiwum (Zitate aus dem Archiv) steht Kuliks Idee, ein Archiv mit dem progressiven Ansatz zu schaffen, das Archivieren als künstlerische Praxis zu etablieren. Das Hauptwerk der Ausstellung Światło zgasłej gwiazdy (Das Licht eines erloschenen Sterns), 1979 ist ein dekoratives Stoffpaneel bestückt mit schwarz-weiß Fotografien. Es zeigt KwieKuliks Schaffen ab 1969 bis 1979 ­, als es im Zentrum für zeitgenössische Kunst De Appel in Amsterdam zum ersten Mal in einem westeuropäischen Land ausgestellt wurde.

Das  Künstlerduo KwieKulik agierte in den 1970er und 80er Jahren in der gesamten Bandbreite künstlerischer Aktivitäten, in welchen sie ihr Alltagsleben als Paar im öffentlichen und privaten Raum, sowie einen künstlerischen Umgang mit der sozialistischen Realität reflektierten. Sie gründeten in ihrer eigenen Wohnung das Pracownia Działań Dokumentacji i Upowszechniania (Atelier für Aktivitäten, Dokumentation und Veröffentlichung), in dem sie ihr Schaffen in einem umfangreichen Archiv aus Fotografien und Videos dokumentierten.

Nach der Trennung des Duos schlug Zofia Kulik einen gegensätzlichen künstlerischen Weg ein. Ihr individuelles Schaffen präsentierte sich zunehmend in „geschlossenen Formen“. Größte Aufmerksamkeit erhielt sie für ihre monumentalen schwarz-weiß Foto-Collagen, welche sie durch Mehrfachbelichtung der zahlreichen Portrait-Negative aus ihrem eigenen Archiv erschuf. Kuliks Kompositionen wurden in zahlreiche Kunstsammlungen im In- und Ausland aufgenommen (Kunstmuseum in Łódź, Stedelijk Museum in Amsterdam, Centre Georges Pompidou in Paris, Tate Modern in London, Museum of Modern Art in New York, Moderna Museet in Stockholm).

Doch auf dem Höhepunkt ihres künstlerischen Erfolges, um das Jahr 2008 herum, entschied sich die Künstlerin, ihr eigenes künstlerisches Schaffen nahezu vollständig einzustellen, um sich stattdessen der Aufarbeitung der Hinterlassenschaft von KwieKulik zu widmen. Nach mehrjähriger Arbeit folgten wichtige Publikationen und Ausstellungen. Das KwieKulik-Archiv wird in Zukunft in die Sammlung des Museums für Moderne Kunst in Warschau aufgenommen, doch das Archiv von Zofia Kulik, das weiterhin in ihrem eigenen Haus untergebracht ist, wird von der Stiftung Kulik-KwieKulik verwaltet.

Zofia Kuliks Manifest sind all die täglichen, für den Betrachter unsichtbaren aber für den Fortbestand des Archivs unumgänglichen Tätigkeiten, wie das Katalogisieren, Sortieren, Organisieren, Sichern oder Entstauben. In der Filmreihe Kultywowanie Archiwum (Kultiviertes Archiv) demonstriert sie die unterschiedlichen Aspekte der künstlerischen Arbeit des Künstlerduos im Rahmen des „Zusammenwachsens” eines Haushaltes mit jahrzehntelanger Archivpflege.

Samstag, 29. Juni 2019 (ganztägig) - Samstag, 31. August 2019 (ganztägig)
Lindenstr. 35 20969 Berlin

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