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Kunst - Freitag, 15. April 2011 - 10:00 - Montag, 12. September 2011 - 18:00

Rainer Fetting – Berlin

von Elke
Rainer Fetting Berlin. Lange hat Rainer Fetting auf eine Einzelausstellung in der Stadt warten müssen, die eine der wichtigsten Stationen in seinem Leben und künstlerischen Schaffen markiert. Berlin, in das der aus Wilhelmshaven stammende Künstler 1972 kam, vereint nicht nur die Lehrjahre Fettings an der UDK (damals noch Hochschule der Künste), sondern ist zugleich eines seiner bedeutendsten Motive und zieht sich nahezu wie ein roter Faden durch sein Werk.

40 Arbeiten unterteilt in die vier Kapitel „Rollenspiele und Freundschaftsbilder“, „Drummer und Gitarrist“, „Mauerbilder und andere Berliner Landschaften“ und „Das neue Berlin“ zeigt der Mann der expressiven Malweise farb- und ausdrucksstarke Bilder, die ihn als sensiblen Beobachter der Stadt und ihrer (Kunst)Szenen klassifizieren.

Während das Kapitel „Rollenspiele und Freundschaftsbilder“ Selbstporträts und Bildnisse von Freunden Fettings beinhaltet, auf denen mit Klischees und Geschlechterrollen der 1970er Jahre gespielt wird, stehen bei „Drummer und Gitarrist“ die bewegten New Yorker Jahre Fettings in den 80ern mit ihren unzähligen Konzerten und Club-Nächten im Vordergrund. Gezeichnet aus der Perspektive eines Mannes, der hinter dem Drummer steht und auf den Gitarristen blickt, lässt der Künstler den Betrachter selbst zum Akteur werden und unterstreicht damit die Unmittelbarkeit der Rockmusik.

Das dritte Kapitel namens „Mauerbilder und andere Berliner Landschaften“ widmet sich in unkonventionellen Stadtansichten der Stadt West-Berlin. Die vom Grau geprägte Frontstadt wird in leuchtenden Farben als vitale Stadt der alternativen Lebensentwürfe inszeniert und fängt die besondere Stimmung einer Stadt ein, die zwar von der Mauer eingeengt war und in der doch die Studentenrevolte und die Schwulenbewegung in Deutschland ihre Anfänge fanden.

Auch das vierte Kapitel „Das neue Berlin“ hat wieder die Hauptstadt im Fokus des Geschehens. Rainer Fetting, der Anfang der 1990er Jahre nach Berlin zurückkehrte, hält auch in diesen Bildern den diesmal von der Wende geprägten Charakter der Großstadt fest und erweist sich einmal mehr als aufmerksamer und sensibler Beobachter der neuen deutschen Hauptstadt.

Vom 15. April bis 12. September 2011 sind die ausdrucksstarken Bilder Fettings in der Berlinischen Galerie zu bewundern.
 
Öffnungszeiten:
Mittwoch - Montag: 10-18 Uhr
Dienstag: geschlossen
Freitag, 15. April 2011 - 10:00 - Montag, 12. September 2011 - 18:00

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