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Nikola Ukic "memory of forms" & Dieter Kiessling "arrested time"
Nikola Ukic: Memory of Forms, 2010, Installationsansicht ©Hengesbach Gallery
Kunst - Freitag, 3. Dezember 2010 - 11:00 - Freitag, 18. Februar 2011 - 18:00

Nikola Ukic "memory of forms" & Dieter Kiessling "arrested time"

DIETER KIESSLING arrested time
Dieter Kiesslings neue Photoserie mit dem Titel "Wurf 1-5" (64x210-240cm, 2010) beschäftigt sich mit der Unberechenbarkeit des Zufalls. Im breiten Querformat schraubt sich vor tiefschwarzem Hintergrund ein heller Würfel in einer Langzeitaufnahme von rechts nach links seinem unbekannten Ziel entgegen. Kiessling fängt die dynamische Bewegung des Würfels ein. Er thematisiert die Entschiedenheit im Ungefähren. Vereinzelt scheinen immer wieder Augenpaare als Ergebnismöglichkeiten im Würfelschweif auf - das endgültige Ergebnis bleibt offen. Auch in Kiesslings Videoarbeit "60 Minuten, 360 Grad, G.K." (2008) ist die Drehung ein zentrales Moment. Eine auf einem Tennisplatz fest arretierte Kamera dreht sich einmal in 60 Minuten um ihre eigene Achse. Dabei filmt sie frühmorgens einen Jungen, der - frontal in die Kamera blickend - wie ein Zeiger langsam ihrer Bewegung folgt. Kiessling lässt den Betrachter den Verlauf der Zeit spüren und lenkt dessen Aufmerksamkeit auf den Gegensatz einer sich der Beobachtung preisgebenden Handlung und der unbeobachteten Aktivität der Umgebung, die von Naturgeräuschen erfüllt ist.
 
Kurzvita:*1957 in Münster, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seit 1997 Professuren an der HFG, Karlsruhe, der Universität Duisburg-Essen und der Akademie der bildenden Künste Mainz. Einzelausstellungen u.a. im Westfälischen Kunstverein Münster (2007) und Gesellschaft für aktuelle Kunst Bremen (1995). Gruppenausstellungen u.a. bei der Videonale, im K21 (2006), ZKM Karlsruhe (2005), National Museum of Contemporary Art Korea (2002), Centro de la Imagen Mexico City (1999). 2010 erscheint der Katalog "Stillstand in Bewegung".
 
 
NIKOLA UKIC memory of forms
Nikola Ukics künstlerischer Ansatz liegt in der Zusammenführung von Skulptur, Photographie und Performanz. Ukic gießt dafür sein bevorzugtes Arbeitsmaterial Polyurethan auf Folien, die er zuvor mit Bildmotiven gestaltet hat. Das sich auf diesem flexiblen Negativ unkalkulierbar ausdehnende Polyurethan verbindet sich im Verfestigungsprozess mit dem applizierten Bild. Dabei nimmt es eine skulpturale Form an, die zugleich selbst Bildträger wird. Im Unterschied zum klassischen bildhauerischen Prozess, bei dem der Bildhauer die Form detailliert festlegt, entsteht hier die Form aus einem prozeßhaften Dialog zwischen bildhauerischer Bewegung und dem schwer zu kalkulierenden Ausdehnungsverhalten des Werkstoffes Polyurethan. Das Ergebnis besteht aus überlebensgroßen schalenförmigen Verwindungen, die lose ineinander verschränkt sind. Dem Betrachter offenbart sich das von Luftblasen durchzogene, materialbestimmte Innere und das glatte, mit Bildmotiven versehene Äußere. Der durch die Physis des Materials angezogene Blick bleibt somit nicht auf dessen Eigenschaften und Formen haften, sondern nimmt eine neuartige plastische Wirklichkeit wahr, welche die Außenwelt simuliert und dabei eine stark auf die Sinnlichkeit des menschlichen Körpers bezogene Anmutung erhält.
 
Kurzvita:*1974 in Rijeka (Kroatien), lebt und arbeitet in Düsseldorf. Einzelausstellungen u.a. im Museum gegenstandsfreier Kunst Otterndorf (2008) und der Städtischen Galerie Labin /Kroatien (2007). Gruppenausstellungen u.a. im Kunstraum Alexander Bürkle (2009), Museum of Modern Art, Dubrovnik (2005). Schloss Ringenberg Stipendiat (2011).
 
Vernissage: 3. 12. 2010 18-21 Uhr
 
Öffnungszeiten:
Dienstag-Samstag: 11-18 Uhr
Freitag, 3. Dezember 2010 - 11:00 - Freitag, 18. Februar 2011 - 18:00
Charlottenstraße 1 10969 Berlin

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